Die Heilpädagogische Tagesstätte

 

Die Heilpädagogische Tagesstätte wurde 1965 gegründet und ist seit 1987 eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken.

Die Heilpädagogische Tagesstätte können Kinder und Jugendliche ab einem Alter von drei Jahren bis zum Ende ihrer Schulpflicht besuchen, die einen Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, das Förderzentrum Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung oder das Förderzentrum Förderschwerpunkt Sprache besuchen oder inklusiv im Regelschulsystem beschult werden.

Nach §§ 53,54 Abs. 1 Nr. 1 SGB XII sind dies Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit wesentlicher körperlicher oder geistiger Behinderung oder von wesentlicher körperlicher oder geistiger Behinderung bedrohte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Diese Kinder und Jugendliche haben aufgrund der Schwere ihrer (drohenden) Behinderung einen erhöhten Bedarf an heilpädagogischer Förderung und interdisziplinären Angeboten, so dass eine ambulante Versorgung nicht ausreichend ist.

Der Besuch der Heilpädagogischen Tagestätte ist grundsätzlich freiwillig und muss von den Erziehungsberechtigten beantragt werden.

Finanziert wird die Eingliederungshilfe vorwiegend über den Sozialhilfeträger oder im Einzelfall über das örtliche Jugendamt. Die häusliche Ersparnis aufgrund des Mittagessens wird den Eltern in Rechnung gestellt.

Die Heilpädagogische Tagesstätte hat im Sinne der Eingliederungshilfe den Auftrag, die verschiedenen Auswirkungen der Behinderung zu mildern oder zu beseitigen. Dabei versteht sie sich als ein Ort des gemeinsamen Lernens: Durch eine ganzheitliche, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte und interdisziplinäre Förderung in einem sozialen Kontext sollen die Kinder und Jugendlichen zu einem möglichst selbständigen Leben und sozialer Teilhabe befähigt und in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit unterstützt werden.

Zur Betreuung in der Heilpädagogischen Tagesstätte gehören u.a. eine bedarfsgerechte schulische Unterstützung, vielfältige pädagogische Angebote, die ein umfassendes außerschulisches Lern- und Betätigungsfeld ermöglichen. In der Gruppe wird ein warmes und abwechslungsreiches Mittagessen angeboten.

Neben der pädagogischen Arbeit in den Gruppen profitieren die Kinder und Jugendlichen von dem umfangreichen therapeutischen Angebot bestehend aus Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie, der medizinischen Betreuung durch eine Ärztin vom Gesundheitsamt Nürnberg sowie dem Fachdienst Psychologie und Heilpädagogik.

Abgesehen von einigen Kindern und Jugendlichen, die den Nachhauseweg selbständig zu Fuß oder mittels ÖPNV zurücklegen können, wird der Großteil der Kinder/Jugendlichen von einem externen Fahrdienst gefahren.